|
|
|
|
Vertriebene erinnern an ihr Schicksal
Republikaner Kreisrat Prof. Gottfried Schubert sprach zur 65 jährigen Gedenkfeier beim Bund der Vertriebenen in Rosenheim Vor 65 Jahren endete der zweite Weltkrieg. Am 8 Mai erinnern die einen an das Ende von Nazideutschland, die anderen erinnern an Not, Flucht und Vertreibung aus der angestammten Heimat.
Prof. Gottfried Schubert, der nach eigenen Worten zwar kein Vertriebener ist - sich aber eingehend mit deren Schicksal befasst hat - erinnerte die Vertriebenen daran, dass ihr Gedenken selbstverständlich sei. In ihrer ehemaligen Heimat lägen sowohl die Gräber ihrer Verstorbenen, als auch ihre Erinnerungen an Kindheit und Jugendzeit. Das Erleben von Vertreibung, Flucht und der Tod von Angehörigen die auf der Flucht ihr Leben lassen mussten, prägten das Leben der Vertriebenen aus ehemals zu Deutschland gehörenden Provinzen wie Westpreußen, Ostpreußen, Schlesien, Böhmerwald, Sudentenland etc. Durch die Pflege der Sitten und Gebräuche bleiben die Erinnerungen an die alte Heimat lebendig.
Prof. Schubert ging auf das von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedete „Recht auf Heimat“ ein. Er forderte, dass 65 Jahre nach Kriegsende historische Wahrheiten sachlich angesprochen werden. Er sprach seine Hoffnung darüber aus, dass eine unabhängige Historikergruppe die Wahrheit über die geschichtlichen Vorgänge des zwanzigsten Jahrhunderts erforschen möge. „Das Rad der Geschichte lasse sich nicht zurückdrehen“ so Kreisrat Schubert. Einen festen und dauerhaften Frieden gebe es nur auf dem Boden von Wahrheit und Gerechtigkeit. Prof. Schubert erinnerte daran, dass die Vertriebenen keine Revanche wollten, sondern sich über die Grenzen hinweg für einen dauerhaften Frieden und Ausgleich einsetzen. |
|
|