Wo is’n des Hirn…


… fragt sich der politisch interessierte Bürger dieser Republik beim Verfolgen der Diskussion über die Einführung der PKW  Maut. An sich eine gute Idee, die ich seit Jahren vertrete. Eine Maut auf Autobahnen wie sie in Europa gang und gäbe ist und nicht auf allen Straßen. Man kauft an den Gott sei Dank immer noch vorhandenen Grenzen eine Vignette entsprechend dem Kfz.Typ und kann losfahren. Was kommt aus Berlin? Ein Verwaltungsmonster und  ein Bürokratischer Aufwand der die Einnahmen wieder auffrisst. Das soll es nicht sein. Warum der Obolus an das Baujahr, Hubraum und Umweltverträglichkeit gekoppelt werden soll, bleibt nebulös im Dunklen. Wieso kann man das nicht einfach über die üblichen und Europaweit geltenden Klassifizierungen abwickeln? Weil’s alle so machen und das kann ein deutscher Minister natürlich nicht übernehmen und muß das ganze Verschlimmbessern und aufblähen. Um das Ganze dann noch auf den verwaltungstechnischen Höhepunkt zu treiben, fordern örtliche Abgeordnete Ausnahmen für Grenzregionen. Also noch mehr Kosten, statt Einnahmen zu generieren. Es ist aber auch klar, daß gleichzeitig mit der Einführung einer Autobahn-Vignette alle Ausweichrouten für Fahrzeuge über z.B. 7,5t generell gesperrt werden müssen. Ausnahme ist nur der Ziel- und Quellverkehr.
Überall in Europa funktioniert das, warum also nicht bei uns? Da ist es absolut nicht hilfreich, wenn der bayerische Drehhofer wie ein Kleinkind poltert dem man die Legosteine weggenommen hat. Ich erinnere an dieser Stelle an den Engel Aloisius, der seine Maß im Bräuhaus stehen lassen sollte, damit er die göttlichen Eingaben im Maximilianeum zustellen kann.
Ein Resümee bleibt, Mann oder Frau muß nicht unbedingt Hirn haben, damit sind wir wieder bei der Eingangsfrage, um in der Politik in der ersten Reihe zu stehen oder Minister zu sein . . .

Tilo Schöne, Bad Reichenhall