Deutschlands Willkommenskultur


Frau Merkel hat gesagt bei uns sind alle willkommen. Strukturierte Voraussetzungen für die neue Willkommenskultur fehlen seit dem Jugoslawienkrieg bis heute. Menschen unterschiedlichster ethnischer Herkunft werden in Hallen oder Zelten eingepfercht. Die Medien zeigen Bilder von schönen Holzstockbetten. Die Bilder suggerieren, dass es den Menschen jetzt super gut geht. Von tätlichen Übergriffen untereinander, Gewalt und Aggression auch gegen Helfer gibt es, wenn überhaupt nur Randnotizen. Bemerkenswert: Der Zentralrat der Juden hat sich kürzlich für eine Begrenzung ausgesprochen.
Frankreich ist sehr viel Schlimmes widerfahren und verdient absolutes Mitgefühl. Warum aber die 220 Russen, die über dem Sinai aus der Luft geholt wurden nicht annähernd gewürdigt wurden verschließt sich mir. Ebenso verschlossen bleibt mir, wie Erdogan eine russische Militärmaschine abschießen lassen konnte. So was macht man nicht mal so aus Versehen. So nach dem Motto: Ups, sorry, keine Absicht, soll nicht wieder vorkommen. Mit der Aktion könnte der Herr uns als NATO Partner in den dritten Weltkrieg führen. Wer stoppt ihn?
Unter anderem auch weil ich beruflich viel mit Ausländern zu tun habe, respektiere ich jede Nationalität, Rasse und Glaubensrichtung. Und ich halte Deutschland für ein Land christlicher Prägung, Die Mehrheit des deutschen Volkes ist immer noch Mitglied in den Landeskirchen. Was soll da der Spruch, "der Islam gehört zu Deutschland"?
Ich könnte sogar damit leben, hätte ich zum Beispiel den Herrn Erdogan oder den König von Saudi Arabien sagen hören: Das Christentum gehört zur Türkei und zur arabischen Welt. Das wäre gelebte Ökumene. Nein, der Herr Erdogan, in meinen Augen ein muslimischer Fundamentalist, hat die Errungenschaften von Mustafa Kemal Atatürk, wie zum Beispiel die Trennung von Staat und Kirche in die Tonne getreten und das osmanische Reich um Jahre zurückgeworfen. Uns täte es im Übrigen auch gut, Staat und Kirche zu trennen. Dann hätten wir vermutlich weniger Probleme mit Integration. Weil es keine Extrawürste mehr für Minderheiten gebe. Allerdings hätten dann einige unserer Superpolitiker Probleme, weil sie sich nicht mehr mit dem Einsatz für Minderheiten profilieren könnten.
Apropos Politiker. Im Beruf wird immer wieder meine Fachkompetenz hinterfragt. Als Politiker kann man egal welches Ministerium leiten. Ohne jede Sachkenntnis. Früher hatten zum Beispiel die Verteidigungsminister Offizierstitel. Die Gesundheitsminister waren Ärzte. Heute läuft "Kanonen-Uschi" ins Bild und lächelt. Letztes Jahr war sie noch Familienminister*in. Der Verkehrsminister*in arbeitet seit Jahren vergeblich an einer PKW-Maut. Kommt da noch was? Achtung Gendernerds: Bitte um Rückmeldung ob der Gender Star richtig gesetzt ist oder ob die Bezeichnung "Das Minister" eindeutigere Geschlechtsneutralität reflektieren würde.
So, jetzt genug gejammert Der Advent läuft mit all seinen schönen Seiten und zahllosen Weihnachtsmärkten warten auf uns. Halleluja! Schöne Adventszeit!

Tilo Schöne, Bad Reichenhall