J. Gärtner , Bay. Landesvorsitzender

 
 
  Erdogan,  der jetzt durch das Referendum bestätigte unumschränkte Diktator,  begräbt das Erbe des großen Staatsgründers der Türkei Atatürk  
 
 
 

Die parlamentarische Demokratie in der Türkei hat knapp hundert Jahre alle Turbulenzen mit   Staatsstreichen, Militärregierungen und Kriegen überstanden. Nun ist sie durch einen Möchtegern „Großkotz“   und seinen Helfern 3. klassig beerdigt worden! Die Wähler in der Türkei haben sie selbst mit der Entscheidung für Erdogan beerdigt. Sie sind beim Referendum am Sonntag der Propaganda ihres „Führers“ Erdogan gefolgt und haben sich mit dünner Mehrheit für die Einführung einer Präsidialdiktatur  entschieden.  Damit bündeln sich alle Entscheidungen und Kompetenzen beim Staatschef (Diktator).
Bei diesem Referendum handelt sich nicht,  wie Erdogan und seine AKP glauben machten,  um eine Verfassungsreform sondern um eine lange geplante „Machtergreifung“, um die Demokratie zu eliminieren und die Türkei in einem lupenreinen diktatorischen Staat zu etablieren. Dieser Ostersonntag am 16.  April 2017  wird in die türkische Geschichte eingehen, als der Tag von  Erdogan`s Machtergreifung  und damit der Abschaffung  der Republikform  des Staatsgründers Atatürk.
Die Auswirkung dieser Entscheidung wird auch  noch die Einführung der Todesstrafe nach sich ziehen.
Der Ablauf dieses Referendums war irrregulär.  Die Wähler wurden während einer Zeit in der Ausnahmezustand herrscht dazu genötigt über eine Verfassungsänderung zu entscheiden. Der  Opposition wurde jede Chancengleichheit unterbunden, während Erdogan  den gesamten Staatsapparat  für seine Person eingespannte. Das gesamte Wahlprozedere wurde zudem  von Manipulationshinweisen  überschattet.

Für uns Deutsche ist die überproportionale Zustimmung für Erdogan und seiner „Machtergreifung“ von der hier,  zum großen Teil  mit Doppelpass, lebender Türken und türkisch stämmiger Bürger besorgniserregend. Wo bleibt da der Verfassungsschutz? Mit  dieser Unterstützung zur Etapplierung einer Diktatur zeigte sich, dass sich jetzt in unserem Land hunderttausende Rechtsextremisten  geoutet haben. Oder gilt das „wehret den Anfängen“ nur für deutsche Aborigines? Unser Land benötigt weder Deutsche noch eingewanderte Neonazis!